Donauzeitung, 02.03.2010 "Einzigartig aber Hans-Christian Dellingers Solo vor dem Volksaltar. Sein vor zwei Jahren entstandenes Werk "prelude and hymn" ergriff den Raum und die Zuhörer gleichermaßen und belohnte diese großartige Wiedergabe mit Zwischenapplaus. Man fühlte sich an eine Violin-Solo-Sonate von J.S.Bach erinnert oder an ein Prélude von Claude Debussy, als der Saxofonist seine wunderbaren Girlanden pulsierend in das Kirchenschiff wob, Echowirkungen zauberte und sich mit glasklarem, rundem Ton himmlisch steigerte." Gernot Walter |
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 30.01.2010 "Die dunkle Jahreszeit soll ja die Zeit für die stille Einkehr (und was der Floskeln mehr sind) sein. Dabei kann man sich auch im Hochsommer oder im Spätfrühling auf sich selbst besinnen, dafür bedarf es keines grauen Himmels. Manchmal reicht schon die richtige CD. Und hier ist sie: "streaming" heißt das Werk und stammt von Hans-Christian Dellinger. ... Was "streaming" so außergewöhnlich macht, sind nicht irgendwelche prominenten Mitmusiker. Sondern dass Dellinger sich völlig auf sich selbst konzentriert. Heißt: Solosaxophon. Dellinger hat sich mit seinen Instrumenten in die Augsburger St.-Anton-Kirche begeben und dort nahezu alle Stücke aufgenommen. Stille Arbeiten wie das betörende "your song within me" sind herausgekommen, absolut winterkompatible wie "prayer and fulfilment" oder "in silence" - und sonnige Stücke, etwa "prelude and hymn", das viel von einem Tanz hat. Das Titelstück "streaming" klingt wie es heißt: wie ein lebendiger, fröhlich strömender Wasserlauf. Dellinger folgt ihm quasi von der Quelle zum Meer. Wunderschön." Bert Strebe |
Augsburger Allgemeine, 20.01.2009 "Für ein herausragendes Klangerlebnis sorgte im Anschluss Hans-Christian Dellinger, der den Solopart des selten in unseren Konzertsälen gehörten Konzerts für Saxophon und Orchester von Alexander Glasunow bestritt. In den Klangfarben variierend von samtig-weichem Wohlklang bis hin zu strahlendem Metall brachte er sein Instrument in diesem reizvollen Werk hervorragend zur Geltung." |
Schwabmünchner Allgemeine, 22.07.2008 "Auch in Folge zeigte Hans-Christian Dellinger auf seinem beeindruckend variablen Instrument eine enorme Klangfarbenpalette. Besonders in den beiden Teilen seiner Eigenkomposition "cycles", einem Triptychon für Sopransaxophon, entfaltete sich sein makelloser, berührend inniger Ton." |
Augsburger Allgemeine Zeitung, 10.03.2008 "Wie wohltuend moderne Musik sein kann, zeigte ein Konzert in St. Anton, das mit ruhigem Pendelschlag zwischen den Spielorten Apsis und Orgelempore wechselte. Improvisation und Komposition vereinte Hans-Christian Dellingers dreiteiliges und via Zirkularatmung dauerlaufendes "prelude and hymn", das an diesem Samstagabend uraufgeführt wurde. Beginnend mit an Bach gemahnenden Akkordbrechungen, deren obere Kehre die Melodie formte, swingte sich der Fluss bald in eine triolische Form und mündete in eskalierende Freude." Stefanie Knauer |
Augsburger Allgemeine Zeitung, 07.03.2008 "Verdiente Begeisterung ernteten der Saxofonist Hans-Christian Dellinger und die estnische Pianistin Kadri-Ann Sumera beim Eröffnungskonzert der neu gegründeten "Saxophontage Augsburg"....Es muss sich erst herumsprechen, das neugeborene Festival. Und das enorme Können von Kursleiter und Korrepetitorin, die mit einem attraktiven Programm aus Romantik und Moderne und einer hervorragenden Performance vom ersten Klavierklang bis zum leise verklingenden Encore restlos begeisterten." |
Süddeutsche Zeitung, 14.12.2007 "Das dritte der vier diesjährigen Klangaktionen-Konzerte begann in der Black Box wie es endete - faszinierend: mit "Sayaka" von Georg Friedrich Haas und "Unvollendete" für Flöte, Trompete und Altsaxophon von Vykintas Baltkas. Das Trio des jungen litauischen Komponisten war geradezu heiter und eine auch optisch kuriose Reise von drei aufeinander fixierten, exzellenten Spielern (Carin Levine, Lukasz Gothszalk, Hans-Christian Dellinger) an acht Notenpulten entlang." Klaus Kalchschmid |
Augsburger Allgemeine Zeitung, 07.11.2007 "Fern virtuoser Gestik kultivierten Hans-Christian Dellinger und die Streicher der Kammersolisten jenes schwebende Zeitempfinden, das zum spirituellen Credo wächst. Dellingers subtile Saxophon-Kultur und filigranes Streicherspiel verfehlten ihre Wirkung nicht." Ulrich Ostermeir |
neue musikzeitung, 06/2007 "Die Performance war ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches und unerhörtes Ereignis. Bei den Solostücken präsentierte sich Hans-Christian Dellinger als vollendeter Könner seines Instruments: alle Farben und Klänge, alle Techniken und Tricks scheint er zur Verfügung zu haben... Summa summarum: ein grandioser Abend mit vielen neuen Hörerlebnissen!" Christian Nees |
Augsburger Allgemeine Zeitung, 05.12.2006 "In klassischer wie avantgardistischer Artikulation überzeugend - Hans-Christian Dellinger ist ein Meister des Saxophons. Beim Tonkünstlerverband gastierte er in der Barfüßerkirche. Seine Soloperformance "new_art_sax" mit Werken für Saxophon und Elektronik war ein kleiner Geniestreich." Eric Z. Eriksson |
Neue Zeitschrift für Musik, 01/2006 "Umso spannender das bunte Finale: ... Das durchschimmernde fernöstliche Kolorit ... sowie die mikrotonale Instabilität im Sopransaxofon-Solo Mysterious Morning III von Fuminori Tanada schufen berückende Gegenwelten. Abermals erstaunten die Musiker, hier vor allem Pianist Jan Philip Schulze, ... , sowie Saxophonist Hans-Christian Dellinger: Die Klangaktionen waren immer auch eine Interpretenwerkstatt." Marco Frei |
Frankfurter Rundschau, 17.09.2005 "Die Uraufführung des zweiten Abends war Manfred Stahnkes Sonatine für Altsaxophon und Klavier. Sabine Simon und Hans-Christian Dellinger waren perfekte Ausführer eines harmonischen Stecker- und Reißverschlußsystems, das systematische Klangpoesie ergab." Bernhard Uske |
Rheinische Post, 24.05.2005 „Sehr berührt zeigte sich das Publikum von Giya Kanchelis „Nachtgebeten“: ein in Intensität meisterhaft modulierendes und sich mehrfach zu durchdringenden Eskapaden herauf schraubendes Sopransaxophon (Hans-Christian Dellinger) war verknüpft mit sanft gesungenen, entfernt erklingenden Litaneien vom Tape – das alles über einem sphärischen Streicherbett. Eine dramatische Klangsprache mit minimalistischer Sparsamkeit an Tönen.“ Martha Agethen |
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.04.2005 „Musik von Webern, Nicolaus A. Huber, dem amerikanischen Modernisten Charles Wuorinen und seinem avantgardistischen Landsmann John Cage erklang ebenso versiert, konturiert, in ausgewogenem Ensembleklang und mit der gebotenen, präzisen Intonation wie das hyperkomplexe "Quartet No.1" von Stefan Wolpe, entstanden kurz nach 1950, und die noch junge "Unvollendete" für Flöte (Karoline Schulz), Piccolo-Trompete (Nenad Markovic) und Alt-Saxophon (Hans-Christian Dellinger) des 1972 geborenen Vykintas Baltakas. Die Musiker spielten das ständig fragmentarisch wirkende Stück mit seinen kurzen Einwurfdialogen gewissermaßen auf Wanderschaft begriffen entlang von 20 in einer Reihe aufgestellten Notenständern. Die musikalische Gestik, ihr ständiges Auf und Ab, plötzliches Innehalten und ein mehr zugeworfenes Konzertieren in den besten Lagen der Instrumente sorgten auch für eine unmittelbare Körpersprache der Spieler, was zudem bewußte Komik in sich barg.“ Achim Heidenreich |
Augsburger Allgemeine Zeitung, 16.03.2005 „Eine Synthese zwischen Orient und Okzident erklang diesmal in der Kammermusikreihe „Ecclesia Concertante“ in St. Peter am Perlach. Die japanische Kultur stand dabei im Mittelpunkt der avantgardistischen Ausnahmeliteratur. Werden sonst zeitgenössische Beiträge meist nur scheibchenweise im traditionellen Programm-Sandwich serviert, ging hier dieser ausschließlich gegenwartsbezogene Konzertabend bewusst risikoreiche Pfade. Dass die gehaltvolle Kost zum rauschenden Erfolg geriet, lag neben der zumeist schöpferischen „Zubereitung“ auch an den beiden Interpreten Hans-Christian Dellinger (Saxophone) und Thomas Hastreiter (Percussion), die den unkonventionellen Klangspuren so souverän wie engagiert zu folgen vermochten.“ |
Süddeutsche Zeitung, 19.02.1998 „Sensationell die beiden Altsaxophonisten: Dellinger, fulminant am Klavier begleitet von Ingo Quast, bewältigte souverän den technischen Hochseilakt der Sonate für Altsaxophon und Klavier des Schostakowitsch-Schülers Edison Denisow, ein sehr modernes, in solch technischer Perfektion unmittelbar überzeugendes und mitreißendes Stück zwischen Schönbergscher Atonalität im ersten Satz, Überblas- und Vierteltonfinessen in der sehr farbigen Solopassage des Mittelsatzes und einem freitonalen Jazzfeuerwerk im Schlußsatz, welches die begeisterten Vaterstettener vergessen ließ, was für eine „Zumutung“ diese kühne Musiksprache für sie war.“ Claus Regnault |