biografie

Hans-Christian Dellinger legt Wert auf Vielseitigkeit bei seinem Wirken als Saxophonist. Ob als Solist, Kammermusiker oder Gast im Orchester - seine Konzerte werden von Publikum und Presse stets mit Begeisterung aufgenommen.

Der 1976 geborene Musiker studierte bei André Legros am Richard-Strauss-Konservatorium seiner Heimatstadt München, an der Sorbonne in Paris sowie in der Meisterklasse von Marcus Weiss an der Musikhochschule Basel, wo er 2004 das Konzertexamen erwarb. Zwei Jahre lang widmete er sich dem Studium indischer Musik am Ali Akbar College of Music in Basel. Im Anschluß an sein Studium wurde er in die Internationale Ensemble Akademie des Ensemble Modern in Frankfurt aufgenommen.

Als Saxophonist trat Hans-Christian Dellinger mit dem Symphonieorchester des BR, dem Sinfonieorchester Basel, dem Sinfonieorchester Luzern, dem Orchester des Staatstheaters Wiesbaden, dem Philharmonischen Orchester Freiburg, dem Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz München und dem St. Christopher Chamber Orchestra of Vilnius auf sowie mit mehreren Spitzenensembles für zeitgenössische Musik, darunter das Ensemble Modern und das Ensemble TrioLog.

Er gastierte bei zahlreichen international renommierten Festivals wie Ars Musica Brüssel, Klangspuren Schwaz, Bregenzer Festspiele, Münchener Biennale, Europäischer Musikmonat Basel, Dresdner Tage für zeitgenössische Musik, Schwetzinger Festspiele, Musica Viva sowie im Amsterdamer Concertgebouw, dem Wiener Konzerthaus, der Alten Oper Frankfurt, dem ZKM Karlsruhe und im IRCAM Paris.

Neben solistischen Auftritten widmet sich Hans-Christian Dellinger mit Vorliebe der Kammermusik. Er spielt in verschiedenen Duoformationen, unter anderem mit der Pianistin Kadri-Ann Sumera, dem Percussionisten Philipp Jungk und dem Organisten Stefan Nerf.

Das Repertoire des Saxophonisten umfasst neben eigenen Kompositionen und ausgesuchten Bearbeitungen alter Musik alle Stilepochen seit der Erfindung seines jungen Instruments, wobei die Musik moderner bzw. zeitgenössischer Komponisten einen Schwerpunkt bildet. So wirkte er mit bei Uraufführungen neuer Werke von Minas Borboudakis, Olga Neuwirth, José Sànchez-Verdù, Dieter Schnebel, Manfred Stahnke und Stefan Nerf.

Sein besonderes Interesse gilt darüber hinaus der Improvisation sowie außereuropäischen Musikstilen wie der indischen Musik, was ihn zu Begegnungen mit dem spanischen Percussionisten Pedro Estevan, dem amerikanischen Sarod-Virtuosen Ken Zuckerman und dem indischen Tablaspieler Anindo Chatterjee führte.

Hans-Christian Dellinger war 1. Bundespreisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Weitere Auszeichnungen für seine künstlerische Arbeit in Form von Förderungen und Stipendien erhielt er von der Kulturstiftung des Bundes, dem Europäischen Zentrum der Künste Dresden-Hellerau, der Musikakademie Basel sowie der Yehudi-Menuhin-Stiftung. Er unterrichtet als Dozent für Saxophon am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg.


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